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MRE-Netzwerk

Was sind multiresistente Erreger?
Multiresistente Erreger (MRE) sind Bakterien, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika nicht mehr empfindlich sind. Dies bedeutet für betroffene Patienten, dass sie nur noch mit wenigen Antibiotika, im Extremfall aber überhaupt nicht mehr antibiotisch behandelt werden können. Letzteres ist derzeit in Deutschland nicht zu befürchten, bei mangelhafter Hygiene und fehlerhaftem Einsatz von Antibiotika aber künftig auch nicht gänzlich auszuschließen.
Umso wichtiger ist es, durch konsequente Einhaltung hygienischer Regeln, hier vor allem der Händehygiene im medizinischen Bereich, eine Weiterverbreitung der Problemkeime zu vermeiden. Ziel muss sein, Infektionen mit Problemkeimen möglichst zu verhindern, um die Notwendigkeit antibiotischer Behandlungen zu reduzieren.
Die am weitesten verbreiteten multiresistenten Erreger in Deutschland sind Multiresistente Staphylokokken (MRSA), welche den Nasen-Rachen-Raum sowie Hautwunden besiedeln und zu schweren Infektionen führen können
Die Keime werden hauptsächlich (bei hygienischem Fehlverhalten) mit den Händen übertragen. Patienten mit Risikofaktoren sind oft Träger dieses Erregers. Sie können, auch ohne dass sie an Infektionen leiden, den Erreger auf diesem Weg weiterverbreiten.
Eine Strategie in der Bekämpfung ist daher die Identifizierung derartiger symptomloser Träger.

Die Entwicklung des MRE-Netzwerkes im Kreis Olpe
Der Fachdienst Gesundheit und Verbraucherschutz des hat  im Jahr 2007 mit dem Aufbau eines regionalen MRE-Netzwerkes im Kreis Olpe begonnen. Abwechselnd wurden Vertreter der Krankenhäuser, der stationären und ambulanten Pflege, des Rettungsdienstes, des Ärztevereins, des Arbeitsmedizinischen Zentrums, der Berufsfachschulen, des Brand- und Katastrophenschutzes und die niedergelassenen Ärzte zu Fortbildungsveranstaltungen und einem Austausch eingeladen, in dem erste Arbeitsergebnisse erzielt wurden.
 
Entsprechend dem Positionspapier des Landkreistages NRW und des Städtetages NRW zur MRSA-Prophylaxe vom 02.12.2008 sollen durch das Netzwerk im Bereich der MRSA-Bekämpfung folgende Prozesse eingeleitet werden:

  • Vernetzung der einzelnen Akteure des Gesundheitswesens (Einführung eines MRSA-Übergebebogens)
  • Einführung von Prävalenzscreenings
  • Standardisierte Erfassung MRSA-bezogener epidemiologischer Daten
  • Vereinheitlichung des Sanierungs- und Behandlungsmanagements
  • Verbesserung der speziellen Kommunikation und gegenseitigen offenen Informationen
  • Durchführung von Fortbildungen
  • Erstellung und Verteilung von Informationsmaterialien

Ziele sind:

  • Schutz der Nicht-Infizierten in Krankenhäusern und Heimen
  • Schutz der Infizierten in Krankenhäusern und Heimen vor inadäquater Therapie und unnötiger Isolierung
  • Schutz der Einrichtungen vor der Einschleppung von MRSA
  • Schutz der Allgemeinheit

Im Jahr 2010 trat der Kreis Olpe dem neu gegründeten MRE-Netzwerk Nordwest bei, das finanziell durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Das Hauptziel des Projektes liegt in der Sicherung der Patientensicherheit durch Bildung regionaler Modellnetzwerke und Verbesserung der Schnittstellen zwischen den Partnern der Gesundheitsversorgung.  Folgende regionale Netzwerke und Arbeitsschwerpunkte wurden gebildet:

  • Münsterland: Patient in der Community
  • Ostruhrgebiet: Stationäre Versorgung im städtischen Raum
  • Südwestfalen: Stationäre Versorgung im ländlichen Raum
  • Westruhgebiet: Krankentransport
  • Rheinland: Ambulante und stationäre Pflege
  • Ostwestfalen: OWL-Rehakliniken
  • Osnabrück: Regionales Netzwerk West-Niedersachsen

Zunächst beschäftigen sich die regionalen Netzwerke mit ihren eigenen Arbeitsschwerpunkten, später erfolgt ein Transfer auf die anderen Kommunen und der Kontakt zu anderen Modellnetzwerken. Die Aktivitäten der 7 Modellnetzwerke werden durch eine übergeordnete Koordination durch die Universität Münster und das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA NRW) zusammengeführt.
 
Die Koordination des Netzwerkes Südwestfalen erfolgt durch die Unteren Gesundheitsbehörden der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein. Zur Arbeit gehört zunächst die Durchführung eines standardisierten Surveys, um den Status quo zu MRE in den Krankenhäusern des ländlichen Raumes festzustellen. Danach sollen ebenfalls die aus dem EUREGIO MRSA-net Twente-Münster bekannten Qualitätsziele für Krankenhäuser schrittweise umgesetzt werden.
 
Folgende konkrete Ergebnisse werden vor Ort angestrebt:

  • Erarbeitung eines Sektoren-übergreifenden Standards für die Erkennung, Pflege, Hygiene und Behandlung von Patienten mit MRE im stationären Bereich.
  • Verbesserung des Informationsangebotes für Patienten und Angehörige.
  • Verbessertes Fortbildungsangebot.

Welchen Nutzen hat das vorhandene MRE-Netzwerk für die Bevölkerung?
Die Partner im Netzwerk werden weiter daran arbeiten, die Gefährdung durch multiresistente Erreger für jeden Einwohner, sei es im Krankenhaus, im Alten- und Pflegeheim oder in der Arztpraxis, möglichst gering zu halten.
Das Netzwerk wird sukzessiv ausgebaut, um Informationen möglichst rasch austauschen zu können und bewährte Behandlungsstrategien zu etablieren.

Ansprechpartner
Alle medizinischen Institutionen, aber natürlich auch jeder betroffene Bürger, kann sich mit Fragen an das hiesige Netzwerk wenden.
Ansprechpartner ist die Netzwerkkoordinatorin Frau Dr. med. Bettina Adams im Fachdienst Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Olpe.
Durch das inzwischen etablierte Netzwerk ist es möglich, kurzfristig aktuelle Informationen auch zu  komplizierten Fragestellungen zur Verfügung zu stellen.


Internetlinks:


Download-Dokumente: