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Blaue Karte EU

Am 01.08.2012 wurde die Blaue Karte EU als neuer Aufenthaltstitel eingeführt. Sie richtet sich an Angehörige eines Drittstaates, die unmittelbar aus einem Nicht-EU-Staat nach Deutschland einreisen wollen oder sich bereits mit einer Blauen Karte EU in einem anderen EU-Mitgliedsstaat aufhalten und zum Zweck einer hochqualifizierten Tätigkeit nach Deutschland kommen wollen.

Die Blaue Karte EU ist ein zunächst befristeter Aufenthaltstitel, dessen Gültigkeit höchstens vier Jahre beträgt, wenn der Arbeitsvertrag eine entsprechende oder längere Laufzeit vorsieht. Liegt die Dauer des Arbeitsvertrages unter vier Jahren, wird die Blaue Karte EU für die Dauer des Arbeitsvertrages zuzüglich dreier Monate ausgestellt. In den ersten zwei Beschäftigungsjahren ist vor jedem Arbeitsplatzwechsel die schriftliche Erlaubnis der zuständigen Ausländerbehörde einzuholen. Eine Verlängerung der Blauen Karte EU ist nach Ablauf der Gültigkeitsdauer möglich, unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden.


Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

Es muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium nachgewiesen werden. Wenn der Hochschulabschluss nicht in Deutschland erworben wurde, muss der Abschluss entweder anerkannt oder mit einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar sein (§ 19a Abs. 1 Nr. 1a AufenthG).

Weiterhin ist ein Arbeitsvertrag oder ein verbindliches Arbeitsplatzangebot mit einem bestimmten jährlichen Mindestbruttogehalt (§ 41a Beschäftigungsverordnung) vorzulegen. Die Höhe des Mindestgehalts wird jährlich an die Gehaltsentwicklung angepasst. 2013 muss das Jahresbruttogehalt mindestens 46.400 Euro betragen. Wird dieses Einkommen erreicht, bedarf die Erteilung der Blauen Karte EU nicht der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit.

Für sogenannte Mangelberufe, wie beispielsweise Informations- und Kommunikationsspezialisten, Ingenieure, Mathematiker oder Humanmediziner, liegt diese Mindestgrenze im Kalenderjahr 2013 bei 36.192 Euro. Die Erteilung einer Blauen Karte EU an diesen Personenkreis kann - sofern das Einkommen über 36.192 EURO aber unter 46.400 EURO liegt - grundsätzlich nur nach Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erfolgen, es sei denn der Hochschulabschluss wurde im Inland erworben.


Vorteile der Blauen Karte EU:

  • Inhaber einer Blauen Karte EU können schon nach 33 Monaten einen dauerhaften Aufenthaltstitel beantragen. Sofern sie über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 verfügen, kann bereits nach 21 Monaten ein Daueraufenthaltsrecht beantragt werden.
  • Sofern sich ein Ausländer bereits in einem anderen EU – Mitgliedsstaat mit einer Blauen Karte EU aufgehalten hat, zählen diese Aufenthaltszeiten für den Erhalt des Daueraufenthaltsrechts mit.
  • Das Aufenthaltsrecht von Inhabern der Blauen Karte EU geht nicht verloren, wenn sie sich bis zu 12 Monaten im Ausland aufhalten.
  • Familienangehörige von Inhabern einer Blauen Karte EU dürfen ohne Wartezeit uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Der Ehegattennachzug ist nicht vom Nachweis einfacher Deutschkenntnisse abhängig.

Zuständig für die Erteilung einer Blauen Karte EU ist, sofern sich der Antragsteller im Ausland aufhält, die jeweilige deutsche Auslandsvertretung. Der Antrag ist also in der Regel bereits vor der Einreise nach Deutschland zu stellen

Weitere Informationen des Bundesamtes für Migraton und Flüchtlinge erhalten Sie hier .

Hier finden Sie den für Sie zuständigen Ansprechpartner beim Kreis Olpe.