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Ökokonto / Ökopunkte

Prinzip des Ökokontos

Aufgrund der Ökokontoverordnung vom April 2008 besteht die Möglichkeit, freiwillige Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege, die nachweislich zu dauerhaften landschaftsökologischen Verbesserungen führen, als vorgezogene Kompensationsmaßnahmen durch die Untere Landschaftsbehörde anerkennen zu lassen. Diese Maßnahmen können für spätere Eingriffe in Natur und Landschaft angerechnet werden. Eingriffe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen). Es kommt jedoch vor, dass Eingriffsverursachern keine Flächen für geeignete Maßnahmen zur Verfügung stehen. Andersherum gibt es geeignete Flächen für Naturschutzmaßnahmen, deren Eigentümer jedoch keine Kompensation benötigen. Mit dem Instrument des Ökokontos können Naturschutzmaßnahmen daher losgelöst von einem Eingriff durchgeführt und im Nachhinein verrechnet werden. nach oben

Voraussetzungen für ein Ökokonto

Ökokontofläche Fichtenwald
Ökokontofläche Ausgangszustand: Eine mit Fichten bestockte Bachtalfläche

© Julia Schneider
Formale Voraussetzung für ein Ökokonto ist, dass die Maßnahmen ohne rechtliche Verpflichtung durchgeführt und keine öffentlichen Fördermittel in Anspruch genommen werden. Fachlich dürfen die Maßnahmen den Zielen der Landschaftsplanung nicht widersprechen und es muss eine entsprechende naturschutzfachliche Aufwertungsmöglichkeit der Fläche gegeben sein. Geeignet sind in der Regel Flächen, die das Entwicklungspotenzial zu einem gesetzlich geschützten Biotop besitzen. Darüber hinaus kommen für ein Ökokonto vorzugsweise Maßnahmen in Naturschutzgebieten und in Maßnahmenkorridoren der Landschaftspläne in Betracht, z.B. die Entwicklung eines Erlenbruchwaldes auf einer bislang mit Fichte bestockten Fläche.  nach oben

Berechnung der Ökopunkte

Ökokontofläche Erlenwaldentwicklung
Ökokontofläche nach Entfernung der Fichten. Ziel: Entwicklung eines Erlenbruchwaldes.

© Julia Schneider
Auf Anfrage prüft die Untere Landschaftsbehörde, ob eine Fläche für ein Ökokonto geeignet ist. Kommt die Fläche in Frage, erfolgt eine Bestandsaufnahme nach der „Numerischen Bewertung von Biotoptypen für die Eingriffsregelung in NRW“ des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Es wird ein individuelles Maßnahmenkonzept für die Fläche abgestimmt und die zu erwartende ökologische Aufwertung innerhalb eines Zeitraums von 30 Jahren nach Durchführung der Maßnahme in Form von Ökopunkten ermittelt. nach oben

Gutschrift und Veräußerung von Ökopunkten

Im Kreis Olpe erfolgt die Einrichtung eines Ökokontos mittels eines Ökokontovertrages, in dem Bedingungen, Verfahrensablauf, Rechte und Pflichten detailliert geregelt werden.
Gemäß der vertraglichen Regelungen sind die abgestimmten Maßnahmen durch den Ökokontoinhaber ordnungsgemäß durchzuführen und anschließend bei der Unteren Landschaftsbehörde anzuzeigen. Nach einer Prüfung der Maßnahme wird dem Kontoinhaber der prognostizierte Punktegewinn gutgeschrieben.

Die Untere Landschaftsbehörde führt ein Ökokontoverzeichnis. Auf Anfrage Dritter, welche einen Kompensationsbedarf anmelden, teilt sie mit, auf welchen Konten veräußerbare Ökopunkte vorhanden sind und wer der zuständige Ansprechpartner ist. Veräußerbar sind jeweils nur Punkte aus der höchsten, kreisweit auf Ökokonten verfügbaren Aufwertungsklasse.

Die Veräußerung der Ökopunkte erfolgt unmittelbar zwischen dem Ökokontoinhaber und dem Kompensationsverpflichteten. Die Untere Landschaftsbehörde wird über den Verkauf von Ökopunkten informiert und bucht diese von dem Konto ab.  nach oben

Dauerhaftigkeit und Schutz der Ökokonto-Maßnahmen

Mit dem Ökokontovertrag wird die Verpflichtung eingegangen, den ökologischen Zustand, welcher der Punktgutschrift zu Grunde liegt, dauerhaft (ohne zeitliche Beschränkung) aufrecht zu erhalten. Eine wirtschaftliche Nutzung, welche diesen Zustand nicht beeinträchtigt, ist möglich.

In der Regel entsteht durch die Naturschutzmaßnahme ein gesetzlich geschütztes Biotop. Ein Ökokonto besitzt nicht den Rechtscharakter von auf Zeit befristeten Maßnahmen.

Zum dauerhaften Schutz von Ökokontoflächen, auf denen aufgrund ihrer Standortbedingungen kein geschütztes Biotop entsteht, erfolgt im Landschaftsplan eine Sicherung als Schutzgebiet. nach oben

Ökokonto-Anfrage

Sollten Sie Interesse an der Einrichtung eines Ökokontos haben, benötigt die Untere Landschaftsbehörde zur Prüfung der Fläche genaue Grundstücksangaben (Gemarkung, Flur, Flurstück) oder einen Kartenausschnitt mit Markierung der entsprechenden Fläche.

Benötigen Sie Ökopunkte für einen Eingriff in Natur und Landschaft, teilen wir Ihnen gerne mit, von welchen Ökokonten marktfähige Ökopunkte erworben werden können. nach oben

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