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Windenergieanlagen

Ausbaustand

Zum Stichtag 01.01.2012 waren auf dem Gebiet des Kreises Olpe 20 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 21.000 KW installiert. Die Nennleistung der einzelnen Anlagen schwankt zwischen 500 KW (Erbscheid, Panoramapark) und 1,8 MW (Stöppel, Rehringhausen). Bislang wurden im Kreis Olpe nur Anlagen der 100 m- (Höhe bis Rotorspitze), der 130 m- und der 150 m-Höhenklasse errichtet. nach oben

Potenzial

Im Bezug auf die Windhöffigkeit bieten vor allem die Höhenzüge im Kreisgebiet noch Ausbaupotenzial für Windenergieanlagen (WEA). Nach einer von der Bezirksregierung Arnsberg herausgegebenen Potenzialstudie ist in einem schwachen Ausbauszenario von einem Nettozuwachspotenzial von 20, in einem starken Ausbauszenario von einem Nettozuwachspotenzial von 70 Anlagen auszugehen. nach oben

Bauleitplanung

Alle Kommunen des Kreises Olpe haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Errichtung von Windenergieanlagen durch die Ausweisung von Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan zu steuern. In den Konzentrationszonen hat die Errichtung von Windenergieanlagen grundsätzlich Vorrang vor anderen Nutzungen. Im restlichen Stadt- oder Gemeindegebiet sind Windenergieanlagen aber dafür in der Regel nicht zulässig.

Oberbecken
Oberbecken

© Antonius Klein
Voraussetzung für die Ausweisung von Konzentrationszonen ist ein schlüssiges Konzept der Kommune zur positiven Standortzuweisung für Windenergieanlagen mit dem Ziel, geeignete Standorte auszuweisen und gleichzeitig ungeeignete Standorte auszuschließen.

Abgesehen von Drolshagen und Kirchhundem, wo noch keine der ausgewiesenen Konzentrationszonen durch Windenergieanlagen in Anspruch genommen wurden, sind die meisten Konzentrationszonen inzwischen mit der rechtlich möglichen bzw. technisch sinnvollen Anzahl an Windenergieanlagen bebaut. Lediglich Attendorn (bei Ebbelinghagen) und Finnentrop (bei Serkenrode; am Oberbecken als Einzelstandort) verfügen noch über planerisch gesicherte Reserven. In einigen Kommunen enthalten die Konzentrationszonen bislang eine Höhenbegrenzung. nach oben

Genehmigungsverfahren

Windenergieanlagen von weniger als 50 m Gesamthöhe werden nach dem Baugesetzbuch (BauGB) genehmigt. Baugenehmigungsbehörden sind: 

  • der Kreis Olpe (für Attendorn, Drolshagen, Finnentrop, Kirchhundem, Wenden) 
  • die Stadt Lennestadt (eigenes Bauamt) 
  • die Stadt Olpe (eigenes Bauamt)

Anlagen über 50 m Gesamthöhe werden nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigt. Genehmigungsbehörde ist für alle Städte und Kommunen:

  • der Kreis Olpe als untere Umweltschutzbehörde (Immissionsschutzbehörde) nach oben

Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege

Sowohl bei der bauleitplanerischen Ausweisung von Vorrangzonen, als auch bei den unmittelbaren Genehmigungsverfahren nach BauGB oder BImSchG gibt die Untere Landschaftsbehörde eine fachliche Stellungnahme ab. Diese bezieht sich vor allem auf die Beeinträchtigung von Schutzgebieten, den Eingriff in Natur und Landschaft sowie auf die Beeinträchtigung geschützter Arten. Wird eine kritische Beeinträchtigung geschützter Arten festgestellt, so kann dieser Belang das „Aus“ für die weitere Planung darstellen, weil er im Rahmen der kommunalen Abwägung nicht überwunden werden kann.

Welche Untersuchungen im Hinblick auf die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorzunehmen und welche Unterlagen beizubringen sind, hängt von den individuellen Umständen des Einzelfalls ab und ist zuvor mit der Unteren Landschaftsbehörde abzustimmen. Mindestens beizubringen sind: 

  • eine Eingriffsbilanzierung für die unmittelbare Geländeinanspruchnahme (Turm, Zuwegung, Kabeltrasse bis zum Einspeiseort) sowie Vorschläge für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen 
  • eine Eingriffsbilanzierung für die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes (Verfahren nach Nohl nur für Anlagen bis max. 130 m Gesamthöhe anwendbar)
  • der Nachweis der artenschutzrechtlichen Unbedenklichkeit des Vorhabens (Artenschutzprüfung), insbesondere für Vögel und Fledermäuse nach oben

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