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Gesetzlich geschützte Biotope

 

Nasswiese
Nasswiese

© Antonius Klein
Als Biotop im ökologischen Sinn bezeichnet man den Lebensraum von Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensgemeinschaften, der sich von anderen Lebensräumen abgrenzen lässt.

Um die Artenvielfalt sicherzustellen, sind bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, sind nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) i.V.m. § 62 Landschaftsgesetz NW (LG) unmittelbar gesetzlich unter Schutz gestellt. Es handelt sich dabei um seltene, naturschutzfachlich besonders wertvolle und eher kleinflächige Biotope.

Folgende Biotope sind gesetzlich geschützt:

Biotope, die diesem gesetzlichen Biotoptyp entsprechen, sind unmittelbar gesetzlich geschützt. Einer gesonderten Unterschutzstellung durch eine entsprechende Verordnung bedarf es nicht.

Kartierung der gesetzlich geschützten Biotope

Die gesetzlich geschützten Biotope werden durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) nach einer umfangreichen Kartieranleitung erfasst. Die Eigentümer werden in einer geeigneten Form über den Abgrenzungsvorschlag unterrichtet und erhalten die Gelegenheit zur Stellungnahme. Für diese Unterrichtung ist keine bestimmte Form vorgeschrieben. Eine individuelle Unterrichtung der Eigentümer ist in der Regel nicht leistbar, da eine große Vielzahl von Parzellen betroffen sein kann. Die Unterrichtung erfolgt daher im Weg der öffentlichen Bekanntmachung oder im Zuge der Beteiligungsverfahren bei der Aufstellung von Landschaftsplänen. In Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde wird schließlich die endgültige Abgrenzung des Biotops festgelegt.

Allerdings gilt der gesetzliche Schutz nicht nur für die kartierten und abgestimmten Biotope, sondern er greift immer dann, wenn ein Biotop die fachlichen Kriterien der im Bundesnaturschutzgesetz und Landschaftsgesetz genannten Lebensräume erfüllt.

 

GB_Halde
Blockschutthalde

© Antonius Klein

Im Rahmen der landesweiten Biotopkartierung wurde der überwiegende Teil der gesetzlich geschützten Biotope erfasst. Diese können in der interaktiven Karte des LANUV-Informationssystems oder zu den allgemeinen Servicezeiten bei der Unteren Landschaftsbehörde eingesehen werden. Die Biotope sind ebenfalls nachrichtlich in den Landschaftsplänen dargestellt.

Im Kreis Olpe wird die Biotopkartierung derzeit aktualisiert. Wie bereits in einer Pressemitteilung bekannt gemacht wurde, ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und den beauftragten Kartieren in diesem Rahmen gestattet Grundstücke in der freien Landschaft zu betreten. nach oben

 

Verbote für gesetzlich geschützte Biotope

Verboten sind alle Maßnahmen und Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung der gesetzlich geschützten Biotope führen können. Dazu zählen vor allem: 

  • Versiegelung der Flächen 
  • Veränderung der Bodengestalt z.B. durch Aufschüttung, Abgrabung oder Umbruch 
  • Einbringen oder Entnehmen von Pflanzen 
  • Umstockung von Laubwaldflächen in Bestände mit standortfremden Gehölzen 
  • Veränderungen der Grundwasserverhältnisse z.B. durch Entwässerung, Dränierung oder Aufstauung 
  • Veränderung von Quellen und Gewässern 
  • Intensivierung der Nutzung, so dass wertgebende Kriterien des Biotops beeinträchtigt werden, z.B. eine negative Veränderung der Pflanzenartenzusammensetzung durch verstärkte Düngung, frühere und häufigere Mahd oder zu hohen Viehbesatz 
  • Durchführung von Kahlschlägen nach oben

Nutzung gesetzlich geschützter Biotope – Bedeutung für Grundeigentümer und Flächennutzer

Die Entstehung von gesetzlich geschützten Biotopen resultiert in der Regel sowohl aus den natürlichen Standortbedingungen als auch aus der bislang ausgeübten Bewirtschaftungsform. Daher ist die bisherige rechtmäßige Nutzung weiter zulässig.
Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung eines gesetzlich geschützten Biotops führen können, müssen jedoch unterbleiben. Es empfiehlt sich daher, vor einer beabsichtigten Nutzungsänderung Kontakt mit der Unteren Landschaftsbehörde aufzunehmen, um die Zulässigkeit der Maßnahme abzuklären.

Darüber hinaus bestehen auf landwirtschaftlichen Flächen mit gesetzlich geschützten Biotopen unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Fördermöglichkeiten einer naturschutzgerechten Bewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutz (KULAP). nach oben

Weitere Informationen

Weitergehende Informationen zu gesetzlich geschützten Biotopen erhalten Sie auch auf der Internetseite des LANUV.

Sollten Sie Fragen zur Abgrenzung und zum Schutzgegenstand der Biotope haben oder unsicher sein, ob eine bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahme erlaubt ist, erteilen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde jederzeit gern Auskunft. nach oben

Antonius Klein

Joachim Kühnemund

Uwe Rink

Annilka Allard