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Vorhaben in Natur und Landschaft

 

illegale Anschüttung in einem Fichtenwald
illegale Anschüttung in einem Fichtenwald

© Antonius Klein
Zentrale Aufgabe des Naturschutzes ist es, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes zu erhalten.

Soweit Vorhaben in Natur und Landschaft diese Schutzgüter durch die Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder durch Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels erheblich beeinträchtigen können, stellen sie einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Solche Eingriffe sind nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen und nur mit behördlicher Zustimmung zulässig.

Genehmigungspflicht

Als genehmigungspflichtige Eingriffe gelten beispielsweise:

  • Abgrabungen 
  • Anschüttungen ab 2 m Höhe oder Abgrabungen ab 2 m Tiefe auf einer Grundfläche von mehr als 400
    • Auch wenn diese Richtgrößen unterschritten werden, bedarf es u.U. einer Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde, etwa wenn die Maßnahme in einem Schutzgebiet oder in einem geschützten Biotop vorgenommen werden soll. Die Anschüttungen und Abgrabungen im o.g. Umfang sind im Außenbereich auch baugenehmigungspflichtig.
  • Straßen-, Wege- und Leitungsbau 
  • Gewässerausbau 
  • Rodung landschaftsbildprägender Gehölzstrukturen 
  • Beseitigung von Kleingewässern 
  • Waldumwandlung 
  • Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Nach dem Bundessnaturschutzgesetz sind vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen, unvermeidbare Beeinträchtigungen sind durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder, sofern dies objektiv nicht möglich ist, durch Zahlung eines Ersatzgeldes zu kompensieren.

Verfahren

Wenn das Vorhaben auch nach anderen Rechtsvorschriften einer Genehmigung bedarf (z.B. einer Baugenehmigung), so erfolgt keine gesonderte naturschutzrechtliche Genehmigung des Eingriffs, sondern die zuständige Behörde entscheidet im Benehmen mit der Unteren Landschaftsbehörde.

Ist hingegen nach anderen Rechtsvorschriften keine Genehmigung erforderlich (z.B. bei baugenehmigungsfreien Vorhaben), so bedarf es zur Durchführung des Eingriffs einer gesonderten Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde.

Notwendige Antragsunterlagen:

  • Karten, die die Lage und Größe des geplanten Eingriffs in einem geeigneten Maßstab darstellen
  • Eingriffsbilanzierung 
  • Vorschläge für geeignete Kompensationsmaßnahmen (Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer der Flächen angeben)

Einen für den Privatgebrauch kostenlosen Kartendienst finden Sie im Internetangebot der Bezirksregierung Köln - GEObasis.NRW.

Für die Berechnung des Eingriffsumfangs und des Kompensationsbedarfs steht ein Berechnungsbogen als Download zur Verfügung (Hinweis: bei den im Vordruck angegebenen Daten handelt es sich um ein Besipiel, um Punktverteilung und Berechnung besser nachvollziehen zu können. Diese Daten können aber mit Ihren eigenen Angaben überschrieben werden). Nähere Informationen zum Verfahren zur ökologischen Bewertung des Eingriffs finden Sie im Internetangebot des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)

Gebühren:
Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem jeweiligen Verwaltungsverfahren, in dem über den Eingriff entschieden wird. In der Mehrzahl der Fälle erfolgt die Bearbeitung im Rahmen eines Bauantrags, so dass keine eigenständige Gebühr erhoben wird.

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