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Wie wird der Grad der Behinderung bestimmt?

Bei der Feststellung des Behinderungsgrades geht es grundsätzlich nicht um Diagnosen, sondern immer um die funktionellen Auswirkungen von Erkrankungen, erblichen Behinderungen oder Operationen. Die Funktionsstörungen müssen länger als sechs Monate bestehen und sich auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, d.h. sowohl auf soziale, häusliche und allgemein berufliche Aktivitäten auswirken.

Der Grad der Behinderung (GdB) lässt keine Aussage über die Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit des Betroffenen zu: Arbeitsunfähigkeit ist nicht gleichbedeutend mit einer Schwerbehinderung im Sinne des Gesetzes und umgekehrt schließt eine Schwerbehinderung eine Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit nicht aus. Ein besonderes berufliches Betroffensein kann im Rahmen des Schwerbehindertenrechts auch nicht gesondert berücksichtigt werden.

Der GdB ist nicht durch Anzahl und Schweregrad von vorhandenen und evtl. erfolgreich therapierten Krankheiten definiert, sondern ist von der Ausprägung der aktuellen Alltagsbeeinträchtigung gegenüber einer altersentsprechenden Vergleichsgruppe abhängig. Es geht somit nicht um eine symbolische Entschädigung für erlittene Unannehmlichkeiten bei der Krankheitsbewältigung oder für die Notwendigkeit einer Versorgung mit Prothesen verschiedenster Art. So ist es durchaus möglich, dass Sie nach einem Herzinfarkt und einer Bypass-Operation nur einen geringen oder gar keinen Grad der Behinderung zuerkannt bekommen, weil Ihre Herzfunktion gut ist. Auch kann es sein, dass der Grad der Behinderung nach Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes niedriger ist als vorher, weil sich die Funktion des Gelenkes gebessert hat.

Die Beurteilung des GdB im Schwerbehindertenrecht orientiert sich an dem tatsächlich bestehenden Zustand des behinderten Menschen, ohne dass es auf die Verursachung der dauerhaften Gesundheitsstörung ankommt.

Liegen mehrere Leiden vor, wird der Gesamt-Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung der wechselseitigen Beziehungen festgestellt. Die Behinderungen und ihre Auswirkungen werden also insgesamt betrachtet und nicht als voneinander isolierte Beeinträchtigungen. Bei der Beurteilung wird in der Regel vom höchsten Einzel-GdB ausgegangen; dann wird im Hinblick auf alle weiteren Funktionsbeeinträchtigungen geprüft, ob das Ausmaß der Behinderung dadurch größer wird oder nicht. Es erfolgt in keinem Falle eine Addition von Einzel-GdBs verschiedener gesundheitlicher Beeinträchtigungen.

Der Kreis Olpe richtet sich bei der Festlegung des Behinderungsgrades nach den sogenannten 'Versorgungsmedizinischen Grundsätzen'.

Um eine zügige Bearbeitung Ihrer Schwerbehinderten-Angelegenheit und eine korrekte Bewertung Ihrer Beeinträchtigungen zu ermöglichen, ist es wichtig, dass die Auswirkungen Ihrer Behinderungen beschrieben und durch Atteste der behandelnden Ärzte und Therapeuten belegt sind. Am besten legen Sie die Befundberichte gleich mit dem Antrag auf Anerkennung eines Grades der Behinderung zur Auswertung vor.