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24.10.2017

Veterinärämter üben den Ausbruch der Geflügelpest

Im Kreis Olpe wurde am Samstag, 21. Oktober eine Tierseuchenübung erfolgreich abgeschlossen.

Veterinärbehörden der Kreise Siegen-Wittgenstein, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis, Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer Kreis, Hochsauerlandkreis und des Kreises Olpe haben gemeinsam mit dem Technisches Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz den Ausbruch der Aviären Influenza in einem Landwirtschaftlichen Betrieb simuliert und dessen Eindämmung geprobt. 

Von den etwa 90 Teilnehmern der Übung sind zwei aktive Gruppen in einem eigens eingerichteten Tierseuchen-Logistikzentrum mit spezieller Schutzkleidung und Material zur Blutprobenentnahme ausgestattet und dann zum fiktiven Seuchenbetrieb transportiert worden.

„Wir haben uns für dieses Szenario gezielt einen Landwirtschaftlichen Kleinbetrieb ausgewählt. In der Struktur des Kreises Olpe stellen die Hobbyhalter die Mehrheit der Geflügelhalter und sind eine besondere logistische Herausforderung.“ beschreibt Amtsveterinär Christian Kaiser vom Kreisveterinäramt aus Olpe die Situation. „Wir versuchen durch diese Übungen immer wieder den Ernstfall so gut es geht mit den spezifischen Aufgaben einer Tierseuche nachzustellen und den Umgang damit zu trainieren. Das Anlegen bestimmter Schutzanzüge, das Verhalten auf einem betroffenen Betrieb und der Umgang mit den Desinfektionsmitteln sind Maßnahmen, die man in seuchenfreien Zeiten sehr gut üben kann. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden und Institutionen, wie zum Beispiel dem Technischen Hilfswerk, das uns unter anderem mit dem Aufbau und dem Betrieb einer Fahrzeugdesinfektionsschleuse hervorragend unterstützt.“ Amtstierarzt Kaiser bestätigt: „In Zeiten, in denen Infektionen beim Wildvogel im Jahresverlauf regelmäßig nachgewiesen werden und mögliche Ansteckungen des Hausgeflügels nicht sicher ausgeschlossen werden können, ist es für uns von großer Bedeutung, hier gut vorbereitet zu sein.“

Im Kreis Olpe sind etwa 625 Geflügelhalter mit Betriebsgrößen von unter 1000 Tieren und insgesamt 20.000 Tieren registriert. Im tatsächlichen Seuchenfall bereiten zudem die nicht bekannten Tierhaltungen große Probleme, da diese Betriebe eine effektive Eindämmung massiv erschweren.

Am Ende eines erfolgreichen Übungstages sind sich alle Teilnehmer einig und hoffen, dass der Ernstfall so bald nicht eintritt.

Das THW betrieb eine Fahrzeugdesinfektionsschleuse.