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27.09.2016

Bundesverdienstkreuz für Wilfried Eibach
Landrat Beckehoff überreichte Orden

Bundespräsident Joachim Gauck hat Wilfried Eibach aus Finnentrop das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

In einer Feierstunde im Kreishaus Olpe händigte Landrat Frank Beckehoff die Auszeichnung aus. Dabei würdigte er die Verdienste des 73-jährigen Gesellschafters der Eibach Industries GmbH, der sich durch sein jahrelanges Engagement vor allem im wirtschaftlichen Bereich auszeichnungs­würdige Verdienste erworben habe. 

1967 übernahm Wilfried Eibach die 1951 gegründete Heinrich Eibach GmbH von seinem verstorbenen Vater. Er baute den einstigen Handwerksbetrieb mit vier Mitarbeitern aus zu einem global operierenden Unternehmen mit einem Jahresumsatz etwa 65 Mio. Euro und mehreren Hundert Beschäftigten in Standorten wie den USA, China, England, Australien, Südafrika und Japan. Heute gehört die Firma zu den Weltmarktführern in der Herstellung von hochwertigen Federungs- und Fahrwerksystemen sowie von technischen Spezialfedern. 

Aufgrund der großen Heimatverbundenheit von Wilfried Eibach befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens weiterhin in Finnentrop. Er schätzt eine familiäre Atmosphäre in der Firma und bemüht sich verstärkt um die Ausbildung junger Leute der Region, die auf dem Ausbildungsmarkt nur geringe Chancen hätten. Zu diesem Zweck initiierte er firmenintern das Berufsbild des „Metallwerkers“, bei dem mehr Wert auf praktische Fähigkeiten als auf Schulnoten gelegt wurde. Die IHK Siegen hat das Berufsbild später anerkannt; heute wird die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik angeboten. Für den Firmennachwuchs besteht auch die Möglichkeit von Sprach­stipendien und Praktika im Tochterunternehmen Eibach Springs in den USA. Mit einer Ausbildungs­quote von 10% liegt der Betrieb im oberen Bereich der Unternehmen, die überhaupt ausbilden. Wilfried Eibach hat das Bestreben, alle Auszubildenden nach bestandener Prüfung in ein festes Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen. Die betriebliche Ausbildung begann 1975 in der damals nur 60 Personen umfassenden Belegschaft. Ein Drittel der aktuell über 480 Personen starken Belegschaft wurde im Betrieb ausgebildet. Bis heute ist der Unternehmer Hauptgesell­schafter und erfüllt als Chairman aktuell repräsentative Aufgaben im Unternehmen. 

Wilfried Eibach gründete 2006 zusammen mit seiner Frau die gemeinnützige „EIBACH-Stiftung“ mit einem Stiftungskapital von mehr als einer Mio. Euro. Zu den Stiftungszwecken zählen die Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Völkerverständigung, Jugendhilfe und die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Neben anderen Projekten trägt die Stiftung zur Ausrich­tung des „Sauerländer Sprachsommers“ bei. Das Sprachförderungsprojekt für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund findet seit 2008 jährlich statt und unterstützt die schulische sowie gesellschaftliche Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher. Die „Kulturgemeinde Finnentrop e.V.“, der ca. 130 Mitglieder angehören, unterstützt das Ehepaar seit 1997, seit 2007 ergänzt durch Stiftungsgelder. Dank der Unterstützung der „EIBACH-Stiftung“ wird die überregio­nale Veranstaltungsreihe „Sauerländer Herbst“ ermöglicht. Auch die klassische Konzertreihe „BEST of NRW“, die den künstlerischen Nachwuchs fördert, liegt dem Stifterehepaar besonders am Herzen und findet seit 2009 zweimal jährlich in Finnentrop sowie einmal in Olpe und einmal in Attendorn statt. Den mittlerweile traditionellen Jazz-Frühschoppen im Schlosspark Bamenohl initiierte Wilfried Eibach 1998 mit; seitdem unterstützt er ihn kontinuierlich. Ferner fördert die Stiftung sowohl die Veranstaltung „Piano Solo“ des Kunstvereins Südsauerland als auch die Konzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen in den Jahren 2011 und 2013. Im Jahr 2010 wurden die Eheleute Eibach zu Ehrenmitgliedern der Kulturgemeinde Finnentrop ernannt. 

Wilfried Eibach gehörte von 1993 bis 1999 dem Vorstand des „Verbandes der Deutschen Federnindustrie e.V.“ (VDFI) an. 

Für seinen jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz und für seine vielfältige Unterstützung der Jugend­feuerwehr in Finnentrop erhielt Wilfried Eibach 2007 die „Floriansmedaille“ des Feuerwehr­verban­des Nordrhein-Westfalen. 

Als Zeichen besonderer Wertschätzung benannte die Gemeinde Finnentrop 2013 eine Straße im Industriegebiet Wiethfeld „Eibachstraße“. 

Wilfried Eibach ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Ordensträger Wilfried Eibach mit Landrat Frank Beckehoff (rechts) und dem Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop Dietmar Heß (links).