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Altlasten

Altlasten und schädliche Bodenveränderungen

Das Bodenschutzrecht bezeichnet eine bereits eingetretene erhebliche Beeinträchtigung der Bodenfunktionen, von der Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für einen Einzelnen oder die Allgemeinheit ausgehen, als schädliche Bodenveränderung oder Altlast.

Grundsätzlich hat sich jeder so zu verhalten, dass eine solche erst gar nicht entstehen kann (vorbeugender Bodenschutz). Wenn es jedoch dazu gekommen ist - in der Praxis ist hierbei insbesondere die Schädigung des Bodens durch Altlasten zu berücksichtigen - sind Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren zu ergreifen.

Der Boden hat ein langes Gedächtnis. Die Folgen der industriellen Entwicklung und des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem 2. Weltkrieg sind nicht nur bessere Lebensverhältnisse und gestiegener Wohlstand, sondern auch Hinterlassenschaften wie belastete Altstandorte (Betriebe, die mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen sind) oder (Alt-)Ablagerungen (z.B. Müll- oder sonstige Deponien). Und die gibt es auch bei uns in großer Zahl.

Sofern zunächst nur der Verdacht besteht, dass von diesen Flächen Gefahren für Menschen oder Umweltgüter ausgehen können, werden die Grundstücke als altlastverdächtige Flächen bezeichnet. Erst wenn nach konkreten Untersuchungen Gewissheit besteht, werden diese Flächen tatsächlich als Altlasten bezeichnet. zurück

Altlastenkataster und Bodeninformationssystem

Die Untere Bodenschutzbehörde führt ein Kataster über die bekannten altlastverdächtigen Flächen und Altlasten. Zudem werden auch Bodenverunreinigungen durch Unfälle oder Havarien festgehalten. Denn auch hier müssen im Einzelfall geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, die abhängig vom Ausmaß und den beteiligten Stoffen weitere Schadensuntersuchungen und Sanierungsplanungen erfordern.

Weniger bedeutende Bodenverunreinigungen, die nicht dazu führen, dass eine Fläche zur Altlast wird, werden ebenfalls flächenhaft erfasst, um zu verhindern, dass bei späteren Baumaßnahmen diese verunreinigten Materialien auf saubere Böden aufgebracht oder mit diesen vermischt werden.  Dieses „Informationssystem Boden“ enthält aus dem gleichen Grund wichtige Informationen aus einer Besonderheit des heimischen Raums: Dem Erzbergbau. Dieser ist insbesondere in den Bereichen Meggen/ Halberbracht, Silberg und Olpe-Rhonard betrieben worden. Dabei fielen u.a. auch diverse Abfallstoffe und Schlacken an, die baulich nutzbar waren und deshalb in der gesamten Region verbreitet wurden. zurück

Auskünfte

Zur Erteilung einer Auskunft wird eine schriftliche Anfrage benötigt, in der die entsprechende Fläche so präzise wie möglich dargestellt werden sollte. Die genaue Grundstücksbezeichnung oder ein Lageplan sind erforderlich.

Für die Erteilung von Auskünften werden Gebühren auf der Grundlage des Gebührengesetzes und der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung erhoben. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Aufwand der Bearbeitung. Für eine schriftliche Auskunft erhebt der Kreis Olpe in der Regel eine Gebühr von mindestens 20 Euro. zurück

Sanierung von Altlastenflächen

Wenn festgestellt wird, dass von einer Fläche eine Gefahr ausgeht, wird mit Hilfe von Untersuchungen und bestehender Bodenprüfwerten eine Bewertung vorgenommen. Das bloße Vorhandensein von Schadstoffen im Boden stellt dabei allein noch keine unmittelbare Gefahr dar. Inwiefern eine Beeinträchtigung eines Schutzgutes (z.B. Mensch, Grundwasser, Pflanze) gegeben ist, hängt vielmehr von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben Art, Menge, Lage und Wirkung der Schadstoffe ist außerdem die Intensität und Sensibilität der Nutzung einer Fläche von besonderer Bedeutung.

Sind danach Sanierungsmaßnahmen erforderlich, wird in der Regel im Rahmen einer Sanierungsuntersuchung und –planung aus den technisch möglichen Sanierungsalternativen die Maßnahme oder Maßnahmenkombination bestimmt, die in diesem Einzelfall zur Abwehr der Gefahren besonders geeignet ist.

Zur Sanierung können neben den Verursachern einer Altlast auch Eigentümer und frühere Eigentümer von Grundstücken und deren Rechtsnachfolger verpflichtet werden.

Häufig kommt es jedoch zu derartigen Maßnahmen im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Wiedernutzbarmachung von früheren Gewerbegrundstücken, dem sog. Flächenrecycling.

Flächenrecycling

Die übermäßige Inanspruchnahme und Nutzung der Böden ist ein zentrales Problem des Bodenschutzes. Mit einer fortwährenden Bebauung der "grünen Wiese" verbauen wir nicht nur im übertragenen Sinne unseren nachkommenden Generationen unsere Umwelt.

Durch eine erneute Inanspruchnahme bisher andersartig genutzter Flächen (Industriebrachen, altlastverdächtige Flächen und Altstandorte, ehemals militärisch genutzte Liegenschaften) können, ggf. nach einer erforderlichen Sanierung dieser Einzelflächen, schutzwürdige Flächen erhalten und gesichert werden. Auf diese Weise kann in Optimalfall mit der Sanierung und Wiedernutzbarmachung einer Altlast auch dem fortschreitenden Flächenverbrauch als Intention des vorbeugenden Bodenschutzes entgegengewirkt werden.

Die Arbeit der Unteren Bodenschutzbehörde unterstützt daher gerne die Nutzbarmachung von Brachflächen bzw. Altlasten. Im Rahmen der Beteiligung in Baugenehmigungsverfahren werden die nötigen Sanierungsmaßnahmen bzw. das Sanierungsziel für die künftige Nutzung der Fläche festgelegt und die Ergebnisse der Untersuchungen bewertet. Dabei wird eng mit Investoren und Gutachtern zusammengearbeitet. So konnten in verschiedensten Fällen alte Industriebrachflächen zu Wohnzwecken oder aber für neue gewerbliche Nutzungen zurück gewonnen werden.  zurück

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner: