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102 Verstorbene im Kreis - Geringster Juni-Wert seit Jahren

Der Landesbetrieb IT.NRW hat kürzlich die vorläufigen Sterbezahlen für den Monat Juni 2020 veröffentlicht. Danach wurden im Kreis Olpe insgesamt 102 Todesfälle registriert. Im Vergleich zu den Vormonaten dieses Jahres ist das mit Abstand der geringste Wert. Schaut man auf die Juni-Zahlen der vergangenen Jahre ist der diesjährige Wert ebenfalls der geringste. 

Interessant ist auch der Blick auf die Zahlen der ersten Halbjahre (Januar bis Juni) seit 2015. Mit 804 Sterbefällen rangiert das Jahr 2020 im oberen Bereich. Die Werte für den Kreis Olpe schwanken zwischen 754 und 811 Verstorbenen. 

Um die Zahlen einordnen zu können, ist der Vergleich mit den Nachbarkreisen interessant. Umgerechnet auf 100.000 Einwohner liegt die Sterberate im Kreis Olpe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 bei 600 Fällen. Die Zahl der Gestorbenen ist damit etwas geringer als im HSK (604) und im Oberbergischen Kreis (606). Im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis beträgt die Sterberate 622 bzw. 640 Verstorbene. 

Welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Sterblichkeit in diesem Jahr hatte, lässt sich noch nicht abschließend klären. Dem Kreis Olpe wurden seit Ende März insgesamt 56 Sterbefälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gemeldet. Dabei fließen in die Statistik alle Sterbefälle ein, in denen unabhängig von der Todesursache eine Covid-19-Infektion bestätigt wurde. Diese Zählweise entspricht den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes.
Erfreulicherweise liegt der letzte bekannte Todesfall im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen über zwei Monate zurück.

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