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21.03.2019

2. Bildungsfestival

Wie der Umgang mit Vielfalt in Schule gelingen kann 

Was alles im Unterricht schief laufen kann, brachte die Theatergruppe des Berufskollegs Volmarstein in humorvoller Weise auf den Punkt. Im Rahmen des 2. Bildungsfestivals, das kürzlich in der Gesamtschule Finnentrop stattfand, führten die Darsteller ein Theaterstück vor, in dem das Thema Integration und Inklusion von selbst betroffenen Jugendlichen kritisch inszeniert wurde. Dabei gab es durchaus tiefgründige Untertöne, die den anwesenden Lehrkräften den Spiegel vorhielten und zur selbstkritischen Betrachtung führten. 

Doch was macht guten Unterricht für alle Kinder aus? Wie gehen Lehrkräfte mit sprachlicher Vielfalt und Kindern mit Unterstützungsbedarf in ihrer Klasse um? Diese und viele andere Fragen waren Thema des Bildungsfestivals, welches das Regionale Bildungsnetzwerk des Kreises Olpe gemeinsam mit dem Schulamt für Lehrkräfte aller Schulformen organisiert hatte. 

„Sie können nachhaltige Entwicklungen auf keinen Fall nur in einer Projektwoche anstoßen, es braucht Kontinuität und Zeit für diese Prozesse“, so der Appell von Dr. Dennis Christian Hövel, von der Heilpädagogischen Akademie für Erziehungshilfe und Lernförderung in Köln, in seinem Einführungsvortrag. „Der wichtigste Punkt für einen guten Unterricht ist ein gutes „classroom management“. Wie dies gestaltet werden kann und welche Schritte hierfür erfolgreich sind, war zentrales Thema seines Vortrages. 

In neun praxisorientierten Workshops hatten die Lehrkräfte im Anschluss die Gelegenheit, sich intensiver mit unterschiedlichen Fragestellungen rund um das Thema ‚Umgang mit Vielfalt‘ in Schule zu beschäftigen. Die Bereiche Individuelle Förderung und Umgang mit herausforderndem Schülerverhalten waren unter anderen Schwerpunkthemen. Dabei konnte einiges Handwerkszeug für die tägliche Praxis in Schule vermittelt und mitgenommen werden.„Dieses Format holt Wissenschaft wieder niedrigschwellig in die Schulen“, freute sich ein Teilnehmer. 

Nachdem in der Bildungskonferenz im Februar bereits das Arbeiten in multiprofessionellen Teams und damit die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen intensiv bearbeitet wurden, bot diese zweite Fortbildungsveranstaltung eine Vertiefung für die praktische Umsetzung im Schulalltag an.

„Um einen guten Unterricht angesichts der zunehmenden Vielfalt an Schulen zu gewährleisten braucht es neben einem gut funktionierenden Team unterschiedlicher Berufsgruppen auch gute Konzepte für die Umsetzung. Ich hoffe, dass beide Veranstaltungen insofern wichtige Impulse für die in Schule verantwortlich Tätigen geliefert haben“, resümierte Susanne Spornhauer, Leiterin des Regionalen Bildungsnetzwerkes zum Ende der Veranstaltung.

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