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14.11.2017

Umgang mit geflüchteten Kindern in der Kita

Um einen besseren Einblick in die Arbeit mit geflüchteten Kindern zu ermöglichen, hat das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Olpe eine ganztägige Fortbildung zum Thema „Flüchtlingskinder in der Kita“ angeboten.

In den vergangenen zwei Jahren sind viele Familien aus verschiedenen Ländern nach Deutschland gekommen. Auch im Kreis Olpe haben viele ein neues Zuhause gefunden und bringen Vielfalt in die Einrichtungen vor Ort. 

Einige Kindertageseinrichtungen werden von Kindern aus geflüchteten Familien besucht und dort aufgenommen: „Für die Kinder ist der Besuch einer Kindertageseinrichtung eine große Chance. Sie lernen eine neue Sprache, kommen in Kontakt mit Gleichaltrigen, können ihre Persönlichkeit entfalten und werden nach ihren mitgebrachten Kompetenzen gefördert“, erklärt Anna Chiarella vom Kommunalen Integrationszentrum. 

Neben der Sprachförderung steht die Eingewöhnung und Begleitung der Kinder im Vordergrund der alltäglichen Arbeit. Und Anna Chiarella ergänzt: „Dies ist oftmals verbunden mit der Lebenssituation der Kinder, ihrem bisherigen Lebensweg, der Familie in der es aufwächst und den Erfahrungen, die es im Heimatland gemacht hat. In erster Linie sind geflüchtete Kinder einfach Kinder, dennoch gibt es einige Besonderheiten, die es in der Arbeit zu berücksichtigen gilt“. 

18 Teilnehmerinnen aus Kindertageseinrichtungen in Attendorn, Finnentrop, Lennestadt, Olpe und Wenden nutzten daher die Gelegenheit, Informationen zum Asylverfahren zu erhalten, mehr zum Umgang mit traumatisierten Kindern und ihren Eltern zu erfahren sowie unterschiedliche Erziehungskonzepte in den Familien sowie Beispiele guter Praxis, die eine gelungene Integration der Kinder fördern, kennenzulernen. 

Die Referentin Gila Hoppenstedt, Lehrerin und Journalistin, brachte für diese Fortbildung langjährige Erfahrungen im Bereich Frühe Mehrsprachigkeit und Migration mit. Zudem bildet sie seit Jahren Fachkräfte in Kindertagesstätten und Grundschulen aus und unterrichtet selbst junge Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. 

Die Resonanz der Teilnehmerinnen war sehr positiv: „Die Fortbildung war sehr informativ und praxisnah. Durch die vielen Beispiele und erweitertes Hintergrundwissen habe ich neue Ansätze für meine Arbeit gewonnen“, so eine Teilnehmerin. 

Aufgrund dieser Rückmeldungen wird im nächsten Jahr eine Aufbauveranstaltung zum Thema angeboten. Sollten weitere Kindertageseinrichtungen Interesse an dem Fortbildungsangebot haben, können sich Interessierte gerne an Anna Chiarella vom Kommunalen Integrationszentrum (Tel.: 02761/ 81461, a.chiarella@kreis-olpe.de) wenden.

Fortbildung Füchtlingskinder Kita
Die Teilnehmerinnen der Fortbildung.

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