Sprungziele
Inhalt
14.03.2018

Jugend gegen das Vergessen

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) und das Regionale Bildungsnetzwerk des Kreises Olpe hatten zu einer Informationsveranstaltung in das Kreishaus Olpe eingeladen.

Zu Beginn bestand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich durch den Besuch der Ausstellungen „14/18 – Mitten in Europa“ und „Krieg und Menschenrechte“ inhaltlich auf das Thema einzustimmen. 

Die Bildungsreferentin des VDK, Verena Effgen, stellte den Vertretern der weiterführenden Schulen und der Offenen Jugendfreizeiteinrichtungen ein breites Spektrum an Bildungsangeboten zu den Themen Krieg und Frieden, Migration und Flucht vor. Für die Bildungsarbeit unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ präsentierte sie eine Vielzahl an Materialien, Aktionen, Bildungsfahrten und weiteren Hilfen für den Fachunterricht, für das Schulleben, die Arbeit im Ganztag sowie in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. 

Um Ideen für mögliche Projekte zu entwickeln, folgten die Besucher den Ausführungen von zwei Gastschulen, die beide eine Bildungspartnerschaft mit dem VDK pflegen. Den Auftakt machte die Europaschule Dortmund mit ihrem „Namensziegelprojekt“ zum Gedenken an sowjetische Opfer von Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. In diesem Projekt für die Jahrgangsstufe 9 geht es unter anderem um den sensiblen und aufmerksamen Umgang mit dem vermeintlich Fremden sowie der Positionierung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. 

Die Grundschule Oberbrügge aus dem Märkischen Kreis - die erste Grundschule in Deutschland, die eine Bildungspartnerschaft mit dem VDK initiiert hat - stellte ihr Projekt unter das Motto „Tu den Frieden im Kleinen“. Inhaltlich geht es im Schwerpunkt um die Stärkung des Miteinanders, die Grabpflege von sowjetischen Kriegsgräbern und die aktive Mitgestaltung des Volkstrauertages, den die Kinder in „Friedenssonntag“ umbenannt haben. Ähnlich wie die Europaschule möchte die Grundschule Oberbrügge in 2018 auch mit einem Namensziegelprojekt starten. 

Beeindruckt von diesen Beispielen guter Praxis und der anschließenden fachlichen Diskussion formulierten die Anwesenden einige Projektideen und gaben dabei auch an, in welcher Form weitere Unterstützung benötigt wird. Ebenso fand sich aber auch die Gelegenheit, um sich über Hindernisse und Unwägbarkeiten bei derartigen Umsetzungen auszutauschen. 

Für weitergehende Informationen zur Veranstaltung oder darüber hinausgehenden Unterstützungsbedarf zur Umsetzung von Projektideen stehen Volker Sommerhoff: v.sommerhoff@kreis-olpe.de, Telefon 02761/81353 und Andreas Ludwig: a.ludwig@kreis-olpe.de, Telefon 02761/81673 vom Kreis Olpe zur Verfügung.

Jugend gegen das Vergessen
Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung.

Randspalte