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03.07.2013

Kommunales Integrationszentrums im Kreis Olpe stellt sich vor

Migration und Integration machen die Welt bunter und damit auch den Kreis Olpe. Diesen Grundgedanken formulierte nicht nur Landrat Beckehoff in seiner Begrüßungsrede zur Regionalen Bildungskonferenz im Kreis Olpe.

Dieser Satz wurde am vergangenen Donnerstag im Saal und im Foyer des Weiterbildungszentrums des Kreises Olpe gelebte Wirklichkeit. Schon beim Betreten der Räumlichkeiten präsentierten sich verschiedene Akteure der Integrationsarbeit im Kreis Olpe mit Informationsständen.

Etwa 140 Besucherinnen und Besucher profitierten von einem Paket aus Fachvorträgen und musikalischen Leckerbissen. Menderes Candan, von der Uni Münster, referierte zur Integration von Familien mit Migrationshintergrund im ländlichen Raum und den entsprechenden Chancen und Grenzen. Christiane Bainski von der Landeskoordinierungsstelle KI zeigte auf, was die Kommunalen Integrationszentren leisten können und wo die Schwerpunkte der Arbeit liegen werden.

Aus beiden Vorträgen heraus wurde deutlich, dass es keine Alternative zur aktiven Integrationsarbeit gibt, dass diese ein wichtiges Handlungsfeld in Politik, Verwaltung und der Zusammenarbeit der Einrichtungen verschiedener Träger in Zukunft sein wird. Dass der Kreis Olpe diesen Auftrag annimmt und aktiv angeht, machte Landrat Beckehoff klar. Der erste Schritt war die Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Olpe, welches zur Zeit mit vier Mitarbeiterinnen ausgestattet ist, zu denen sich in der nächsten Zeit weitere zwei Mitarbeiter aus dem Schulbereich zuordnen werden.

Aufgabe des Kommunalen Integrationszentrums wird es sein, die verschiedenen Akteure zusammenzubringen, praktische Arbeit zu initiieren und zu begleiten, den Integrationsprozess zu beschleunigen und Netzwerke einzubinden. Vorbereitende Arbeiten wurden in den vergangenen Wochen erledigt, viele Gespräche wurden geführt und Kontakte geknüpft.

In seiner Moderation der Veranstaltung, welche sich gewohnt gekonnt und zielführend darstellte, konnte Kreisdirektor Theo Melcher auch musikalische Integrationsarbeit ansagen. B.E. der Micathlet und seine Brüder wussten mit ihren Beiträgen den Hintergrund von Migration am Beispiel ihrer eigenen Familie, mit Besonderheiten aus dem Alltag, teilweise auch Kuriositäten sprachlicher und kultureller Art, anschaulich zu gestalten, teilweise ernst und besinnlich, teilweise heiter.

In sechs Arbeitsgruppen zu den Themen Sprachförderung, ehrenamtliches Engagement/Vereine und Sonstiges wurden Ideen und Anregungen für die weitere Arbeit gesammelt, welche dann in den kommenden Monaten in den Aktionskreisen bearbeitet werden.

Kreisdirektor Theo Melcher betonte den festen Willen des Kreises Olpe das Thema Integration aktiv und nachhaltig anzugehen und bot allen Gruppen und Einrichtungen, welche sich mit der Integration im Kreis beschäftigen, die Hand zum gemeinsamen Handeln.

 

Bildungskonferenz 2013 11 © Kreis Olpe
Bildungskonferenz 2013 11 © Kreis Olpe

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