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Wheelmap Pro Kreis Olpe

Finde barrierefreie Orte auf der Karte und trage selbst Orte ein! Jeder kann mithelfen, den Kreis Olpe barrierefreier für alle zu machen.
 

Was ist die Wheelmap Pro Kreis Olpe?

Die Wheelmap Pro Kreis Olpe ist eine Karte für barrierefreie Orte. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen können auf der Karte sehen, welche Orte für sie ohne Schwierigkeiten zugänglich sind.

Die Karte ist im Internet zu finden unter: https://kreisolpe.wheelmap.pro/

Die Wheelmap Pro ist eine Erweiterung der Rollstuhlkarte Wheelmap.org. Wheelmap ist ein englisches Wort. Übersetzt bedeutet wheel „Rad“ oder „auf Rädern rollen“; map bedeutet „Karte“ oder „Stadtplan“. Die Wheelmap Pro Kreis Olpe ist neu und noch im Aufbau. Jeder kann mithelfen, neue Orte einzutragen.

Warum gibt es das Projekt?

Zeichnung Barriere-frei © Reinhild Kassing
Zeichnung einer Frau, die mit ihrem Rollstuhl auf einer Straße fährt und dabei eine Sperre durchbricht © Reinhild Kassing

Viele Menschen brauchen Informationen über die Barrierefreiheit von öffentlichen Orten wie Geschäfte, Restaurants, Kinos, Schwimmbäder, Arztpraxen, Schulen, Ämter, Bahnhöfe oder Hotels.

Die Menschen müssen wissen,

  • wie sie dorthin kommen,
  • ob sie auch mit dem Rollstuhl oder Rollator reinkommen,
  • wie sie am Ort zurechtkommen und ob sie die Angebote nutzen können.

Schon seit mehreren Jahren versuchen örtliche Unterstützerkreise für Menschen mit Behinderungen und andere Gruppen im Kreis Olpe diese Informationen zu sammeln. Sie wollen, dass alle die Informationen bekommen, die sie brauchen. Bisher ist das aber noch nicht gelungen.

Die Wheelmap Pro Kreis Olpe macht es jetzt möglich, Informationen nach gemeinsam abgestimmten Kriterien einheitlich zu sammeln. Die Informationen können für alle zugänglich auf der Karte veröffentlicht werden. Das hilft vielen Menschen, ihren Alltag besser planen zu können.

Viele öffentliche Orte sind noch nicht barrierefrei. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Barrieren abzubauen. Das Projekt will darauf aufmerksam machen. Es unterstützt beim Abbau von Barrieren, zum Beispiel durch mobile Rampen, Höranlagen, Wegweiser, leicht verständliche Sprache und Gebärdensprache.

Wer macht das Projekt?

Zeichnung Netzwerk © Reinhild Kassing
Zeichnung von fünf kleinen Personengruppen, die durch Linien miteinander verbunden sind © Reinhild Kassing

Die Wheelmap Pro Kreis Olpe ist ein Gemeinschaftsprojekt von verschiedenen Partnern.

Raúl Krauthausen und der Verein Sozialhelden haben die Wheelmap entwickelt. Das Team der Berliner Sozialhelden ist für die technische Umsetzung der Wheelmap Pro Kreis Olpe verantwortlich.

Der Kreis Olpe bezahlt eine Lizenz für die Anwendung Wheelmap Pro. Die Behindertenbeauftragte des Kreises Petra Lütticke und die Örtlichen Ansprechpersonen für Menschen mit Behinderungen setzen sich mit dafür ein, das Projekt in allen sieben Städten und Gemeinden des Kreises bekannt zu machen und voranzubringen.

Das Team vom Lebenshilfe-Projekt IKO (Inklusion im Kreis Olpe) hatte die Idee, eine erweiterte Wheelmap-Karte für den Kreis Olpe zu erstellen. Anna Elberg, Thomas Heckel und Sylvia Müller koordinieren die Zusammenarbeit und schulen Interessierte zu Wheelmap-Botschafterinnen und Botschaftern, Unterstützerinnen und Unterstützern.

Die Wheelmap lebt von dem Einsatz vieler Helfer und Förderer. Ehrenamtliche, Selbstvertretungsgruppen, Vereine, Schulen und andere Einrichtungen helfen mit, Informationen für die Wheelmap Pro Kreis Olpe zu sammeln und die Karte weiter zu entwickeln. Die Aktion Mensch fördert die Arbeit von IKO.

Wie funktioniert die Wheelmap Pro Kreis Olpe?


Die Wheelmap Pro Kreis Olpe nutzt die Technik der Wheelmap-Karte für rollstuhlgerechte Orte mit erweiterten Funktionen.
Die Wheelmap Pro bietet die Möglichkeit, gemeinsam für den Kreis Olpe festzulegen, welche Kriterien für Barrierefreiheit in die Karte aufgenommen werden sollen. Sie informiert nicht nur über rollstuhlgerechte Orte, sondern zum Beispiel auch darüber:

  • wo es ein Leitsystem für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen gibt,
  • wo Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Problemen beim Lesen Informationen in Leichter Sprache bekommen können,
  • und wo es technische Hilfen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen gibt.

Die Kartendaten von Straßen, Häusern, Zugschienen und Landschaften in der Wheelmap stammen aus der freien Weltkarte OpenStreetMap.


Die OpenStreetMap und die Wheelmap sind Mitmach-Karten. Das heißt, Menschen überall auf der Welt können mitmachen und ihr Wissen zu Orten mit der Gemeinschaft teilen. Dabei übernimmt die Wheelmap Pro Kreis Olpe das Wheelmap-Ampelsystem:

Wheelmap-Ampelsystem, Voll rollstuhlgerecht
Bild vom Wheelmap-Ampelsystem. Grün heißt voll rollstuhlgerecht. Die Markierung richtet sich danach, ob es am Ort Stufen gibt.
  • Grün markierte Orte haben einen Eingang ohne Stufe. Alle Räume sind hier stufenlos zugänglich.
     
     
     
Wheelmap-Ampelsystem, Teilweise rollstuhlgerecht
Bild vom Wheelmap-Ampelsystem. Orange heißt teilweise rollstuhlgerecht. Die Markierung richtet sich danach, ob es am Ort Stufen gibt.
  • Orange markierte Orte haben eine Stufe am Eingang, die weniger als 7 Zentimeter oder 7 Zentimeter hoch ist. Die wichtigsten Räume sind hier stufenlos zugänglich.
     
Wheelmap-Ampelsystem, Nicht rollstuhlgerecht
Bild vom Wheelmap-Ampelsystem. Rot heißt nicht rollstuhlgerecht. Die Markierung richtet sich danach, ob es am Ort Stufen gibt.
  • Rot markierte Orte haben eine Stufe am Eingang, die höher als 7 Zentimeter ist. Die wichtigsten Räume sind hier nicht stufenlos zugänglich.
     
     

Alle Informationen, die in die Wheelmap Pro Kreis Olpe eingetragen werden, werden auch auf der Karte Wheelmap.org sichtbar gemacht. So kommen die Informationen auch bei Menschen an, die nicht aus dem Kreis Olpe kommen oder die das Projekt Wheelmap Pro Kreis Olpe noch nicht kennen.

Die Rollstuhlkarte Wheelmap.org gibt es seit 2010. Dort sind schon mehr als 1 Million Orte zu finden, die auf Barrierefreiheit getestet wurden.

Die häufigsten Fragen und Antworten zur Wheelmap.org stehen auf dieser Seite des Sozialhelden e.V.: https://news.wheelmap.org/FAQ

Bei Fragen und Ideen zur Wheelmap Pro Kreis Olpe wenden Sie sich gerne an die Behindertenbeauftragte des Kreises Olpe Petra Lütticke oder an die Teamleitung des Projektes IKO Anna Elberg.

Mitmachen

Als Mapperin, als Mapper unterstützen

Als Mapperin oder Mapper tragen Sie dazu bei, die Wheelmap-Karte mit Informationen zu füllen. Mapper kommt vom englischen Wort „to map“, das „eine Karte machen“ bedeutet.

Mapperinnen und Mapper testen einen öffentlichen Ort auf Barrierefreiheit und tragen die Ergebnisse in die Karte für barrierefreie Orte Wheelmap Pro Kreis Olpe oder in die Rollstuhlkarte Wheelmap.org ein.

Testen Sie zum Beispiel Ihr Lieblingscafé, den nächsten Supermarkt oder Ihren Arbeitsplatz. Mappen Sie zwischendurch im Alltag oder machen Sie bei Mapping-Aktionen mit.

Das Projekt IKO organisiert regelmäßig Mapping-Aktionen, bei denen eine Gruppe Ehrenamtlicher gemeinsam Orte testet. Sie können auch eigene Mapping-Aktionen machen, zum Beispiel zusammen mit einem Verein, einem Unternehmen, einer Schule oder anderen Einrichtungen.

Das IKO-Team unterstützt Sie gerne dabei. Es schult Mapperinnen und Mapper in einem 2-stündigen Einführungskurs zur Wheelmap Pro Kreis Olpe. Je mehr Mapperinnen und Mapper mitmachen, desto besser wird die Karte!

 

Als Wheelmap-Botschafterin, als Wheelmap-Botschafter unterstützen

Zeichnung Versammlung © Reinhild Kassing
Zeichnung von einer Versammlung, zu der mehr als 20 Menschen zusammengekommen sind © Reinhild Kassing

Als Wheelmap-Botschafterin oder-Botschafter setzen Sie sich dafür ein, die Wheelmap-Karte bekannt zu machen und Barrieren abzubauen.

Sie können Ortsdaten sammeln und pflegen, gemeinsame Mapping-Aktionen organisieren und über Barrierefreiheit informieren.

In einer Schulung zu Wheelmap-Botschafterinnen und -Botschaftern haben Sie die Möglichkeit, alle Funktionen rund um die Wheelmap kennenzulernen und sich mit anderen Wheelmap-Botschafterinnen und -Botschaftern auszutauschen und zu vernetzen.

Der Sozialhelden e.V. bietet die Schulung als Online-Webinar über das Internet an. Das Team vom Projekt IKO bietet 2-tägige Kurse bei der VHS des Kreises Olpe an. Diese Kurse sind kostenlos.

 

Als Unterstützerin, als Unterstützer mitmachen

Zeichnung Rollstuhlrampe © Reinhild Kassing
Zeichnung eines Rollstuhlfahrers, der mit Hilfe einer mobilen Rampe zwei Treppenstufen überwindet © Reinhild Kassing

Sie unterstützen das Projekt, wenn Sie in Ihrem Umfeld Barrieren abbauen.

Haben Sie vielleicht selbst ein Geschäft, ein Restaurant, ein Café, eine Arztpraxis oder etwas Ähnliches? Mit Hilfe der Wheelmap Pro Kreis Olpe können Sie überprüfen, wie barrierefrei Ihr Angebot für Ihre Kunden und Interessierte ist.

Viele Barrieren lassen sich auch mit einfachen Mitteln beseitigen. Mit einer mobilen Rampe können Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Bewegungs-Einschränkungen ein bis zwei Stufen überwinden.

Hinweis-Schilder helfen bei der Orientierung, wenn sie gut zu erkennen oder zu ertasten sind. Das ist für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen wichtig und für viele andere, die sich schwer orientieren können.

Informationen in einfacher oder sogenannter Leichter Sprache helfen Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten selbstständig zurecht zu kommen. Und sie sind für alle besser verständlich als Fremdwörter, lange Sätze oder unübersichtliche Texte.

Sie wollen mehr zum Thema Barrierefreiheit erfahren? Oder Sie wollen, dass der Umgang und die Verständigung mit Menschen mit Behinderungen bei Ihnen am Arbeitsplatz oder an Ihrer Schule selbstverständlich wird? Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie Barrierefreiheit unterstützen möchten.

Stimmen zur Wheelmap Pro Kreis Olpe

Wir hoffen sehr, dass immer mehr Menschen daran mitarbeiten, Barrieren abzubauen und der Kreis Olpe so immer barrierefreier wird.

(Petra Lütticke, Behindertenbeauftragte des Kreises Olpe)

 

Aus meiner Sicht können wir – alle, die mitmachen – viel erreichen.

(Thomas Heckel, Mitarbeiter im Projekt IKO)

 

Die Wheelmap Pro Kreis Olpe bietet nützliche Informationen für Menschen, die Barrierefreiheit brauchen. Zudem hilft sie dabei, verschiedene Barrieren zu erkennen und abzubauen. Sie bringt Menschen miteinander ins Gespräch und gibt die Möglichkeit, zusammen etwas für mehr Barrierefreiheit zu tun.

(Anna Elberg, Teamleitung im Projekt IKO)

 

Es freut uns, mit dem Projekt IKO der Lebenshilfe und dem Kreis Olpe einen engagierten Partner gefunden zu haben, der gemeinsam mit uns die Situation verbessern will. Wir sind besonders begeistert, dass IKO es sich zur Aufgabe gemacht hat, weitere Informationen zu Orten zu sammeln, die auch für Menschen mit Schwierigkeiten beim Hören, Sehen oder Lernen wichtig sind. Die Berliner Sozialheld*innen freuen sich auf eine spannende Projektzeit und wünschen allen Beteiligten, Organisator*innen, Unterstützer*innen und Mapper*innen im Kreis Olpe viel Erfolg!

(Svenja Heinecke, Community-Managerin von Wheelmap.org)

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