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Sprengstoffangelegenheiten

Um im privaten Bereich mit Stoffen und Gegenständen umzugehen, die unter das Sprengstoffgesetz fallen, wird eine Erlaubnis benötigt. Dies ist regelmäßig der Fall bei Mitgliederinnen und Mitgliedern eines Sportschützenvereins zum Vorderladerschießen oder um Munition für den Eigengebrauch herzustellen (Laden- und Wiederladen). Auch manche Jägerinnen und Jäger stellen sich ihre Munition selbst her. Außerdem benötigen Böllerschützinnen und Böllerschützen zum Böllern zu Brauchtumszwecken, zum Beispiel auf Schützenfesten oder zur Fronleichnahmsprozession, eine entsprechende Erlaubnis.

Für den Umgang mit dem dabei nötigen Schwarz- oder Nitrozellulosepulver wird eine Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes benötigt. Näheres finden Sie auch im Merkblatt.

Sprengstofferlaubnis

Für die Antragstellung benötigen Sie, insbesondere im Hinblick auf Ihre persönliche Zuverlässigkeit,

  • ein Zeugnis über das Bestehen eines Fachkundelehrgangs für die beabsichtigte Tätigkeit,
  • eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses (dann mit Meldebscheinigung),
  • ein Bedürfnisnachweis durch den Sportschützen- oder Böllerverein (bei Böllerschützinnen und Böllerschützen gegebenenfalls auch durch eine Bescheinigung der ortsvorstehenden Person, des Schützenvereins, der Kirchengemeinde. Bei Jägerinnen und Jägern genügt der gültige Jagdschein als Nachweis des Bedürfnisses, sofern nur das Laden/Wiederladen beantragt wird) sowie
  • einen vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag.

Außerdem muss für die Aufbewahrung ein geeigneter Lagerort eingerichtet werden, der von uns überprüft wird. Grundsätzlich ist es möglich, bereits im Vorfeld einen Ortstermin zu vereinbaren, um einen geeigneten Lagerort zu bestimmen. Die Erlaubnis gilt grundsätzlich fünf Jahre ab Ausstellungsdatum.

Bitte beachten Sie, dass abgelaufene Sprengstofferlaubnisse nicht mehr verlängert werden können, wenn der Antrag erst nach Ablauf des Gültigkeitsdatums hier eingeht. Bitte kümmern Sie sich daher rechtzeitig vor Ablauf um eine Verlängerung Ihrer Erlaubnis.

Gebühren für die Sprengstofferlaubnis

  • Sprengstofferlaubnis: je nach Aufwand 80 € bis 400 €.
  • Verlängerung der Sprengstofferlaubnis: je nach Aufwand 70 € bis 290 €.
  • Gegebenenfalls zusätzlich für die Änderung einer Sprengstofferlaubnis (zum Beispiel für die Erhöhung der Pulvermenge) 40 €.

Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Fachkundelehrgang

Zur Teilnahme an einem Fachkundelehrgang ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich. Diese wird ebenfalls durch uns erteilt. Neben einer Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses (mit Meldebescheinigung) wird ein schriftlicher Antrag benötigt.

Gebühren für die Unbedenklichkeitsbescheinigung

  • Je nach Aufwand 70 € bis 290 €.

Bitte beachten Sie, dass unter das Sprengstoffgesetz grundsätzlich auch Feuerwerkskörper (sogenannte pyrotechnische Gegenstände) fallen. Für die Genehmigung von geplanten Feuerwerken ist das Ordnungsamt der Stadt oder Gemeinde zuständig, in deren Bereich das Feuerwerk abgebrannt werden soll.

Zuständig für den gewerblichen Bereich ist die Bezirksregierung Arnsberg.

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