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Bundesverdienstkreuz für Engelbert Stens
Landrat Beckehoff überreichte Orden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Engelbert Stens aus Grevenbrück das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

In einer Feierstunde im Kreishaus Olpe händigte Landrat Frank Beckehoff die Auszeichnung aus. Dabei würdigte er die Verdienste des 77-jährigen ehemaligen Tiefbauingenieurs, der sich durch sein jahrzehntelanges Engagement um die Heimatarbeit und Kulturpflege in Lennestadt auszeichnungswürdige Verdienste erworben hat.  

1970 wurde Engelbert Stens Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück (jetzt Lennestadt), in dem er sogleich das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernahm. 1990 wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt und übte dieses Amt bis zum Jahr 2016 aus. Dann wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt.  

Zu den größeren Projekten zählen die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten im Bereich der ehemaligen Burg Förde, der sogenannten Peperburg, der Ausbau einer Heimatstube zu einem heimatgeschichtlichen Museum der Stadt Lennestadt und die zeitaufwendige Organisation der vielfachen Aktivitäten, die 2015 mit der 875-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung Fördes verbunden waren, darunter ein historischer Festzug, ein historischer Markt und die Herausgabe einer umfangreichen Ortschronik. 

Auf Engelbert Stens gehen auch die Sammlung landwirtschaftlicher Geräte aus dem heimischen Umkreis und die Errichtung einer sie beherbergenden Lagerhalle an der K7 zurück. Zu erwähnen ist sein engagiertes Mitwirken bei der Betreuung des Museums und den mit ihm verbundenen zahlreichen Sonderausstellungen wie auch seine Mitarbeit an den vom Heimat- und Verkehrsverein herausgegebenen Jahresheften. Sein weiteres Engagement galt Veranstaltungen zur Pflege alter Gewohnheiten (Roggenmähen, Kartoffelernte, altes Handwerk, plattdeutsche Sprache, Brunnenfest), dem Bau eines Glockenstuhls für eine Nachbildung der legendären Förder Schweineglocke auf dem Förder Platz und der Errichtung eines Gedenksteines an der ehemaligen Heidenstraße bei Grevenbrück. 

Zur Sanierung des „alten Feuerwehrturms“, nach Neubau des neuen Feuerwehrhauses, hat er seinen Einfluss geltend gemacht, so dass der Verein „alte Feuerwehrgerätschaften“ ein Zuhause gefunden hat und so die historischen Feuerwehrgeräte entsprechend aus- und darstellen kann. 

Die Darstellung der „Gleislosen“, einst die Verkehrsverbindung von Grevenbrück ins Veischedetal, hat er mit initiiert und Hand angelegt.    

Ganz besondere Verdienste hat er sich um die Sanierung und Reaktivierung des Bahnhofs erworben. 

Engelbert Stens wurde 1979 zum Vorsitzenden des Kath. Männerverein St. Josef gewählt. Dieses Amt übte er bis 2002 aus. Das Vereinsleben war unter seiner Regie sehr rege. Es wurden regelmäßig Monatsversammlungen mit Vorträgen durchgeführt. 

Infolge der allgemeinen schwindenden Akzeptanz religiöser Vereine befand sich der St. Josef Männerverein im Jahr 2006 in einer Krise, es wurde die Auflösung angestrebt. Engelbert Stens war es, der den ältesten kirchlichen Verein am Leben erhielt. Es wurde ein Vorstandsteam gebildet mit Engelbert Stens als Sprecher. Er verstand es, die Mitglieder wieder zu motivieren und das Vereinsleben zu aktivieren. 

Am 6. März 2017 wurde Engelbert Stens wegen seiner großen Verdienste um die Heimatpflege und seines Engagements für das kulturelle Leben seines Heimatdorfes mit dem Kulturpreis des Kreises Olpe ausgezeichnet. 

Engelbert Stens ist verheiratet, hat zwei Töchter und war bis zum Jahr 2000 als Tiefbauingenieur bei der Stadt Lennestadt beschäftigt.

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