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Sonderpädagogische Unterstützung

Sonderpädagogische Unterstützung erhalten Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen, wenn sie am Unterricht einer allgemeinen Schule nicht ohne weitergehende sonderpädagogische Unterstützungsmaßnahmen teilnehmen können.

Der Unterricht für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf findet in der Regel an den allgemeinen Schulen (Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar-, Gesamtschulen und Gymnasien) statt. Damit die Lehrkraft alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichten kann, muss der individuelle Förderbedarf erfasst und gegebenenfalls durch sonderpädagogische Unterstützung die Teilhabe ermöglicht werden.

Für das entsprechende Verfahren an Grund- und Förderschulen im Kreisgebiet ist der Kreis Olpe zuständig. Für die Verfahren an den übrigen Schulformen ist die Bezirksregierung Arnsberg verantwortlich.

Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen

Bei Fragen zum Gemeinsamen Lernen oder zur Sonderpädagogischen Unterstützung, können Sie sich gerne an uns wenden.

Schulfachliche Aufsicht und Dienstaufsicht der Grundschulen im Kreis Olpe

Frau Britta Halbe

Fachdienst Schulen, Sport und Kultur (FD 40)
Schulaufsicht

Westfälische Straße 75
57462 Olpe

 

Zuständigkeiten im Bereich des Gemeinsamen Lernens:

  • Gutachten gem. AO-SF für die Primarstufe (Förderschwerpunkte Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache)
  • Sozialpädagogische Fachkräfte in der Grundschule
  • Beratung der Schulträger
  • Stellenplanangelegenheiten
  • AKK (Aufgaben- und Kommunikationskonzept: Übergang Primarstufe – Sekundarstufe I)
  • Übergang KiTa – Primarstufe
  • Sprachbildung, Sprachstandsfeststellungen
  • Schulaufsichtliche Begleitung der Regionalen Schulberatungsstelle
  • Individuelle Förderung (Begabungsförderung, LRS, Dyskalkulie)
  • Leitung des Lenkungskreises
  • Offener Ganztag

Schulfachliche Aufsicht der Förderschulen im Kreis Olpe

Frau Barbara Wolf

Fachdienst Schulen, Sport und Kultur (FD 40)
Schulaufsicht

Westfälische Straße 75
57462 Olpe

Zuständigkeiten im Bereich des Gemeinsamen Lernens:

  • Gutachten gem. AO-SF für die Primarstufe (Förderschwerpunkte Sehen, Hören und Kommunikation, Körperliche und motorische Entwicklung, Geistige Entwicklung, Autismus) und die Sekundarstufe I (alle Förderschwerpunkte)
  • Schulfachliche Begleitung Inklusion Primarstufe/Sekundarstufe I
  • lnklusionskoordination (IKO), Inklusionsfachberatung (IFA), Koordinatoren Gemeinsames Lernen (KoGL)
  • Multiprofessionelle Teams in der Sekundarstufe I
  • Einrichtung von Hausunterricht
  • Jugendschutz, Kooperation Schule – Jugendhilfe, Schulsozialarbeit
  • Übergangsmanagement Schule – Beruf (KAoA, Lenkungsgruppe)
  • Beschulung von Kindern beruflich Reisender

Sachbearbeitung Schülerangelegenheiten

Frau Maria Quast

Fachdienst Schulen, Sport und Kultur (FD 40)

Westfälische Straße 75
57462 Olpe

Zuständigkeiten:

  • Sonderpädagogische Förderung
  • AO-SF Verfahren
  • AKK (Aufgaben- und Kommunikationskonzept - Übergang Primarstufe – Sekundarstufe I)
  • Hausunterricht
  • Herkunftssprachlicher Unterricht
  • Schulpflichtverletzung

Inklusionskoordinatorin (IKO)

Frau Anne Hecker

Fachdienst Schulen, Sport und Kultur (FD 40)

Westfälische Straße 75
57462 Olpe

Zuständigkeiten:

  • Unterstützung der Schulaufsicht bei den Übergängen Kl. 4/5 sowie Sekundarstufe I/Sekundarstufe II
  • Systemische Beratung und Begleitung von Schulen bei der Entwicklung des Gemeinsamen Lernens
  • Systematisierung der Daten zum Gemeinsamen Lernen
  • Ansprechpartnerin für Schulträger und Schulen des Gemeinsamen Lernens
  • Organisation des Prozesses der Einrichtung des Gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I
  • Ansprechpartnerin für die Durchgängige Sprachbildung
  • Planung und Organisation Bildungsfestival

Inklusionsfachberaterin (IFA)

Frau Jennifer Henze

Fachdienst Schulen, Sport und Kultur (FD 40)

Westfälische Straße 75
57462 Olpe

Zuständigkeiten:

  • Unterstützung von Schulen in Fragen des Gemeinsamen Lernens sowie bei der konzeptionellen Gestaltung und Weiterentwicklung des Gemeinsamen Lernens
  • Zusammenführung von „Good-practice-Beispielen“ aus Schulen des Gemeinsamen Lernens und Vermittlung von Hilfsangeboten
  • Anregung/Begleitung von schulinternen Fachkonferenzen „Gemeinsames Lernen“
  • Fachliche Beratungsangebote für Differenzierungs- und Fördermaßnahmen sowie diagnostische Instrumente
  • Aufbau eines Material- und Diagnostikpools
  • Organisation regionaler Dienstbesprechungen
  • Planung und Organisation Bildungsfestival

KoordinatorInnen des Gemeinsamen Lernens (KoGL-Team)

Bettina Rath
Markus Hundt
Edith Ledig
Christoph Melsheimer
Susanne Hoß
Angelika Grebe

Telefon:          02761 81 441
E-Mail:           kogl@kreis-olpe.de
Raum            3.092
Präsenztag:  Donnerstag, 9:00 - 15:00 Uhr

Zuständigkeiten:

  • Fallbezogene Elternberatung (prozessbegleitend)
  • Unterrichtsbezogene Begleitung und Beratung von Lehrkräften (prozessbegleitend)
  • Fallbezogene Beratung von Schulen in Fragen der sonderpädagogischen Unterstützung
  • Unterstützung der Schulaufsicht bei Feststellungsverfahren
  • Angebote zur Durchführung sonderpädagogischer Diagnostik und einzelfallbezogene Beratung in Fragen sonderpädagogischer Diagnostik
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Dokumenten zum Gemeinsamen Lernen

DeiF

DeiF bedeutet „Dokumentation erweiterter individueller Förderung“ und bildet an den Grundschulen im Kreis Olpe die Grundlage für die Antragstellung eines Feststellungsverfahrens gemäß AO-SF im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen (Förderschwerpunkte Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache) in der Schuleingangsphase.

 

DeiF stellt eine Hilfe dar, während der Schuleingangsphase im Rahmen der Prozess- bzw. Förderdiagnostik, den Lern- und Entwicklungsprozess des Kindes zu dokumentieren, den Entwicklungsverlauf nachzuvollziehen, Fördermaßnahmen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren und somit

  • entweder präventiv zu fördern ⮕ DeiF-Maßnahmen sind erfolgreich, die individuelle Förderung wird beendet; oder
  • eine inhaltlich fundierte und nachvollziehbar angelegte Datengrundlage für die Förderung zu schaffen à DeiF-Dokumentation wird als Schulbericht bei der Antragstellung gem. AO-SF genutzt.

Gutachten gem. AO-SF

Ergeben sich zu Beginn der Schulpflicht oder während des Besuchs der allgemeinen Schule für die Eltern oder die Schule Anhaltspunkte dafür, dass eine Schülerin oder ein Schüler nur mit sonderpädagogischer Unterstützung im Unterricht hinreichend gefördert werden kann, so ist ein „Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs“ durchzuführen. Rechtsgrundlage dafür ist die „Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke“, welche auch als „Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung“, kurz „AO-SF“ bekannt ist.

Dies läuft folgendermaßen ab (gem. §11, §12, §13 und §14 AO-SF):

  1. Die Schule schreibt einen Bericht und leitet ihn mit einem Eltern- oder Schulantrag auf Eröffnung des Verfahrens an das Schulamt weiter.
  2. Ein Gutachterteam, bestehend aus einer sonderpädagogischen Lehrkraft und einer Lehrkraft der allgemeinen Schule, wird vom Schulamt beauftragt.
  3. Das Gutachterteam nimmt zuerst Kontakt mit den Eltern auf und informiert sie im Erstgespräch über den Ablauf des Verfahrens sowie über weitere Beratungsangebote.
  4. Die beiden Gutachter stellen Art und Umfang der notwendigen Förderung unter Berücksichtigung der individuellen Situation der Schülerin oder des Schülers fest. Das erfolgt, immer individuell abgestimmt auf das Kind, über verschiedene Wege: Beobachtung im Unterricht; Austausch mit Lehrkräften oder Therapeuten (in Abstimmung mit den Eltern); Gespräche und Leistungsüberprüfungen/Testungen mit dem Kind. Die Ergebnisse werden vom Gutachterteam schriftlich im Gutachten festgehalten.
  5. Die Eltern werden im Abschlussgespräch über die Ergebnisse des Gutachtens und den festgestellten Unterstützungsbedarf informiert. Gemeinsam wird beraten, was das Kind für seine weitere Entwicklung benötigt. Die Eltern wählen den Förderort für ihr Kind: Allgemeine Schule oder Förderschule.
  6. Das Gutachten wird dem Schulamt mit allen Unterlagen vorgelegt.
  7. Das Schulamt entscheidet über den Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, den Förderschwerpunkt/die Förderschwerpunkte und die Notwendigkeit zieldifferenter Förderung.
  8. Das Schulamt ermittelt, welche allgemeine Schule und/oder welche Förderschule die Schülerin oder der Schüler besuchen könnte und schlägt den Eltern mit Zustimmung des Schulträgers mindestens eine allgemeine Schule vor, an der ein Angebot zum Gemeinsamen Lernen eingerichtet ist. Bei zielgleicher Förderung ist es eine Schule der von den Eltern gewählten Schulform (§ 20 Absatz 4 des Schulgesetzes NRW). Haben die Eltern abweichend von der allgemeinen Schule die Förderschule gewählt, schlägt ihnen die Schulaufsichtsbehörde mindestens eine solche Schule mit dem für die Schülerin oder den Schüler festgestellten Förderschwerpunkt vor. 
  9. Die Eltern werden vom Schulamt über die Entscheidung informiert. Sie erhalten einen Bescheid mit der Kopie des Gutachtens.

Sonderpädagogische Förderung

Wird bei der Schülerin oder bei dem Schüler sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt, wird am Ende des Gutachtens über einen oder mehrere Förderschwerpunkte und den Förderort entschieden. Ist das Verfahren abgeschlossen, wird die Schülerin/der Schüler von der jeweiligen Schule im Rahmen der Lern- und Entwicklungsplanung sonderpädagogisch gefördert.

Förderschwerpunkte

Eine Sonder­päda­gogische Förderung ist in folgenden Förder­schwerpunkten möglich:

  • Lernen
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Sprache
  • Hören und Kommunikation
  • Sehen
  • Geistige Entwicklung
  • Körperliche und motorische Entwicklung
  • Autismus; Bei Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) treten häufig Fragen zur individuellen Förderung auf. Dem Schulamt Olpe steht daher eine speziell geschulte Lehrkraft zur Autismusberatung zur Verfügung. Gerne vermitteln wir den Kontakt.

Förderorte

Sonderpädagogische Förderung findet in der Regel in der allgemeinen Schule statt. Die Eltern können abweichend hiervon die Förderschule wählen. In der allgemeinen Schule werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung in der Regel gemeinsam unterrichtet und erzogen (inklusive Bildung).

Eine Übersicht aller Schulen des Kreises Olpe finden Sie hier.

Lern- und Entwicklungsplanung

Für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf wird der individuellen sonderpädagogischen Förderplanung als Planungs- und Reflexionsinstrument große Bedeutung beigemessen. Sie dient dazu, Unterstützungsbedarf zu konkretisieren und Fördermaßnahmen anschaulich und nachvollziehbar abzubilden. Rechtlich heißt es: „Die Lehrkräfte, die die Schülerin oder den Schüler unterrichten, erstellen nach Beratung mit allen anderen an der Förderung beteiligten Personen einen individuellen Förderplan. Sie überprüfen ihn regelmäßig und schreiben ihn fort…“ (§ 21 Abs. 7 AO-SF).

Die Lern- und Entwicklungsplanung ist ein Instrument zur Weiterentwicklung der individuellen Förderplanung. Sie konkretisiert den Unterstützungsbedarf für den täglichen Unterricht und stellt Informationen und die abzuleitenden Fördermaßnahmen für alle Beteiligten zur Verfügung und macht sie damit nachvollziehbar und transparent.

Weitere Informationen zur Lern- und Entwicklungsplanung befinden sich bei der »Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule«.

Jährliche Überprüfung

Die Klassenkonferenz überprüft bei Bedarf, mindestens einmal jährlich, ob der festgestellte Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. Ist nach Auffassung der Klassenkonferenz bei Fortbestand eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung im bisherigen Förderschwerpunkt ein Wechsel des Förderorts oder des Bildungsgangs angebracht, lädt die Schulleiterin oder der Schulleiter die Eltern zu einem Gespräch ein und informiert die Schulaufsichtsbehörde so rechtzeitig, dass darüber vor Ablauf des Schuljahres gemäß § 16 Absatz 1 und 2 entschieden werden kann.

Das Formular finden Sie hier.

Nachteilsausgleich

Nachteilsausgleiche zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, LRS, etc. durch gezielte Hilfestellungen in die Lage zu versetzen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen. Das Anspruchsniveau der Leistungsanforderung darf nicht reduziert werden, denn das würde eine Bevorzugung darstellen. Einen Nachteilsausgleich können nur Schülerinnen und Schüler bekommen, die einen allgemeinen Abschluss erlangen wollen, also zielgleich unterrichtet werden (nicht bei Bildungsgang LE oder GG).

Nachteilsausgleiche können bei langfristigen Erkrankungen/etc. und auch bei akuten Beeinträchtigungen (z. B. durch Unfall) gewährt werden. Dabei ist ein aktuell ausgestelltes ärztliches Attest erforderlich. Nachteilsausgleiche beziehen sich i. d. R. auf die Veränderung der äußeren Bedingungen: zeitlich, technisch, räumlich, personell.

Die offiziellen Arbeitshilfen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.

Übergang Klasse 4 in Klasse 5

Den Wechsel der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf die weiterführende Schule regelt das Aufgaben- und Kommunikationskonzept (AKK) der Bezirksregierung Arnsberg.

Wird eine Schülerin oder ein Schüler in der Primarstufe sonderpädagogisch gefördert und wurde der Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Verfahren nach § 10 ff. der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF, BASS 13-41 Nr. 2.1 ) förmlich festgestellt, entscheidet das Schulamt nach § 17 Absatz 5 AO-SF, ob sonderpädagogische Förderung in der Sekundarstufe I weiterhin notwendig ist. In diesem Fall schlägt es den Eltern mindestens eine weiterführende allgemeine Schule vor, an der ein Angebot zum Gemeinsamen Lernen eingerichtet ist (§ 17 Absatz 5, § 16 AO-SF). Entscheiden sich die Eltern für eine Förderschule, berät sie das Schulamt gemäß §16 Absatz 2 AO-SF über ein entsprechendes Angebot.

Folgende Personen sind für die Organisation des Aufgaben- und Kommunikationskonzeptes zuständig:

Übergang Schule - Beruf

Das Land Nordrhein-Westfalen organisiert den Übergang von der Schule in den Beruf landesweit mit dem Ziel „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Schülerinnen und Schüler mit einer (Schwer-)Behinderung und/oder einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache haben die Möglichkeit, KAoA-STAR-Angebote zu nutzen („Kein Abschluss ohne Anschluss – Schule trifft Arbeitswelt“). Diese Angebote gehen speziell auf die individuellen Bedarfe/Bedürfnisse der/des Jugendlichen ein.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:



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